Rotary unter dem Nationalsozialismus

Hintergrundinformationen zur Forschungs-Datenbank

Peter Diepold

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"Relationale Datenbank"

Von Beginn des Projekts an haben wir alle Informationen systematisch auf einzelne Karteikarten (digitale Datenblätter) übertragen, sie systematisch in vier Gruppen aufgenommen (Rotarier | Clubs | Dokumente | Fotos) und diese Datengruppen in einer sog. "relationalen Datenbank" miteinandervernetzt.

Eingabe

Für jede dieser Gruppen gibt es ein spezifisches digitales Eingabe-Formular, in das die jeweiligen Informationen abgelegt werden, voneinander durch Felder getrennt (z. B. Name, Titel, Vorname, Club, Jahre der Mitgliedschaft oder für Dokumente: Autor, Titel, Ort, Jahr, Link auf pdf-Datei). Ergänzende Informationen (biografische Einzelheiten, Kommentare, Notizen u.a.) können jederzeit, ggf. in eigenen Datenfeldern, nachgetragen werden. Sie sind dann sofort auch in der Ausgabe sichtbar (öffentlich bzw. nur Passwort-geschützt im internen Bereich).

Veränderungen der Daten sind nur Mitgliedern der Forschugsgruppe mit Zugang zum internen Bereich möglich. Den Zugang vergibt auf Antrag der Administrator zeitlich begrenzt und mit unterschiedlichen Lese- und Schreibrechten.

Verarbeitung

Jeder neue Eintrag und jede Änderung wird in Echtzeit in die entsprechenden Datenkarten der Forschungs-Datenbanl übernommen. Die Datenbank wird regelmäßig gesichert; aus Datenschutzgründen werden alle Neueinträge, Änderungen und Löschungen in einem digitalen Logbuch des Administrators protokolliert.

Ausgabe

Auf dem Internet-Portal des Forschungsprojektes memorial-rotary.de kann man sich zu den vier inhaltlichen Bereichen des Projektes in unterschiedlicher inhaltlicher Filterung ausgeben lassen, z.B. Listen von Clubmitgliedern einzelner Clubs, von Neuaufnahmen und Austritten, die Namen jüdischer Mitglieder, eine Übersicht über die Schicksale der Diskriminierten usw.

In der Regel wird auch immer das Ergebnis einer automatischen Stichwortsuche zu Familien- oder Clubnamen aus der Literaturliste angezeigt, vor allem aber Exzerpte der Einträge aus dem 980-seitigem Findbuch der in Berlin archivierten Rotary-Akten der Vorkriegszeit. Damit erhält man eine recht umfassende Übersicht über die Quellenlage und den Stand der Forschung zu einzelnen Clubs und zu einzelnen Rotariern.

Durch die Verknüpfung der Daten lassen sich auch Merkmale kombinieren. Das macht differenzierte Abfragen möglich, wie z.B.

Diese Abfragen kann man selbst ausführen. Die Vielfalt der Möglichkeiten mag am Anfang verwirren. Es lohnt sich, zum Kennenlernen und zum Üben einfach mal verschiedene Abfragen auszuprobieren. Antworten werden i.d.R. in 2 Sekunden angezeigt. Wenn Sie auf Ungereimtheiten stoßen sollten oder besondere Wünsche haben, schicken Sie uns bitte eine Mail.

Was enthält die Datenbank inhaltlich?

10.000 Rotarier

Recherchieren auf der Seite „Rotarier“ erlaubt eine Fülle von differenzierten Abfragen: als Tabelle oder ausführlich, gefiltert auf bestimmte Gruppen, z.B. jüdischer oder politischer Hintergrund, Schicksal, Vor- und/oder Nachkriegsrotarier, Wiedereintritt nach dem Krieg, Zeitdauer. So findet man die jährlichen Neuaufnahmen oder die Namen der Austritte zwischen 1932 und 1934, und mit Klick auf den Namen die näheren Umstände – soweit nähere Informationen oder Verweise eingetragen wurden.

Nota bene: Die Ausgabe ist normalerweise auf 500 Namen beschränkt. Man muss sie auf „alle“ setzen, wenn die Auswahl darüber geht, und die Abfrage wiederholen. Ich empfehle, mit diesen Abfrage-Möglichkeiten zu experimentieren, um die vielfältigen Möglichkeiten kennenzulernen. Man kann als. normaler Benutzer nichts löschen; das geht nur nach Login und mit entsprechenden Admin-Rechten.

350 Rotary-Clubs

Die Kategorie "Clubs" enthält derzeit digitale Karteikarten der 56 Vorkriegs- und 266 Nachkriegs-Clubs (bis einschl. 1965) mit ihren RI-Daten sowie Listen aller ihrer Mitglieder. Die Vorkriegs-Clubs enhalten darüber hinaus eine Tabelle der Mitgliederzahlen (Summe, Eintritte, Austritte) nach Jahren. Namenslisten für ein bestimmtes Jahr können mit Klick erzeugt werden, und mit Klick auf einen einzelnen Namen wird sein Datenblatt angezeigt.

Wird ein Club gesucht, wird bei seiner Anzeige auch das Ergebnis einer Datenbank-Abfrage nach Literatur über diesen Zug durchgeführt, die Ergebnisse werden ausgegeben. Soweit Dokumente als pdf-Datei verfügbar sind, kann man sie herunterladen.

Schließlich wird eine automatische Hintergrundsuche im Findbuch der Rotary-Akten des Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz ausgeführt. Mit einem Klick wird die Beschreibung der gefundenen Aktennummern im GStA übersichtlich ausgegeben, so z. B. die Nachricht an den Governor, welche nicht-arischen Rotarier einen Club inzwischen verlassen hatten.

ca. 300 Dokumente

Diese Rubrik enthält digitale Karteikarten von Veröffentlichungen und internen Dokumenten zum Thema „Rotary und NS“, in vielen Fällen mit direkter Verlinkung (pdf) auf das Dokument selbst. Im internen Bereich ist der Zugriff auf Protokolle, Arbeitspapiere und andere nicht-öffentliche Papiere möglich.

350 Fotos

Diese Rubrik enthält öffentliche und interne Portraits von Rotariern und weitere Aufnahmen von Veranstaltungen aus den 30er Jahren, so von der RI-Convention in Hamburg 2019 und von Treffen der Forschungsgruppe. Die Fotos enthalten mit Quellenangaben und einer Bitte um Rückmeldung, falls Urheberrechte geltend gemacht werden.

Stand vom 18. Juni 2021

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