Rotary unter dem Nationalsozialismus

Rotary Klub Krefeld

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42 Suchergebnisse in den Akten des GStA zum Suchbegriff "Krefeld"

Öffentliche Informationen:

Club Name: Rotary Klub Krefeld

Gegründet von Club: Düsseldorf

Land: Deutschland / Germany


Charter: 14.04.1937

Rotary-International Club-Nummer: 4229

Distrikt: 73


Anmerkungen: Letzter vollständig gegründeter Club, der nur sieben Monate bestand. Lange und schwierige Gründungsphase ab Dezember 1934. Die notwendigen 15 Mitglieder waren überwiegend Selbstständige und aus der Textilindustrie. Keine jüdischen Mitglieder. Keine Beamten. Keine Neuaufnahmen, Austritte oder Ausschlüsse während der Bestandsphase.Fünf NSDAP Mitglieder, alle 1933 eingetreten. Nur Walter Rohland mit eindeutig nationalsozialistischer Einstellung (enge Zusammenarbeit mit Todt und Albert Speer in der Rüstungsindustrie). Protokolle der Zusammenkünfte unergiebig hinsichtlich politischen oder rassistischen Einstellungen oder Äußerungen. Clubgründung aus heutiger Sicht nicht sinnvoll.Nach der Auflösung weitere Zusammenkünfte im privaten Kreis des Präsidenten Walter von Scheven und zusätzlich bei Ernst Engländer (war als Halbjudeoffensichtlich deshalb nicht in den Club aufgenommen worden). Erstes Treffen nach dem Krieg 1947 bei Ernst Engländer. Der Gründungspräsident von 1937 nimmt nicht mehr teil, obwohl weiterhin in Krefeld aktiv.Gründungsversammlung am 1. November 1950, Charterfeier am 21. Juli 1951. 10 Altmitglieder, 11 neue Mitglieder. Ein Neumitglied mit eindeutignationalsozialistischer Vergangenheit in der Waffen SS während des Russlandfeldzuges. Walter Rohland weiterhin als Gast oft im Club. Nur bei einer Zusammenkunft Diskussion über die Vergangenheit, die allerdings ein norwegischer Gastrotarier angestoßen hatte. Tendenz: uns trifft keine Schuld, es waren die Anderen.


Zuständig in der Forschungsgruppe: Roland Besser

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